Warum ist Bi+ Geschichte wichtig?

Geschichte schafft Gemeinschaft

Bi+sexuelle Menschen können sowohl von heterosexuellen Menschen als auch von der queeren Community negativ behandelt und ausgeschlossen werden. Ein häufiges bi+feindliches Missverständnis ist, dass bi+sexuelle Menschen kein Recht haben, sich in LGBTQIA+ Räumen aufzuhalten oder dass sie in einer Beziehung zu jemandem des gleichen Geschlechts stehen müssen, um als „queer“ zu gelten. Für eine bi+sexuelle Person kann dies die Isolation erhöhen und zu einem Mangel an Gemeinschaft oder einem Mangel an Zugang zu Ressourcen und Verständnis für ihre eigene Identität führen.

Der Zugang zu Informationen über die Geschichte der Bi+ Community und die vielen Beispiele von Bi+ Aktivist*innen, die zur LGBTQIA+ Community beigetragen haben, kann einen Teil dieser Isolation und des Stresses abbauen, sich nicht „queer genug“ zu fühlen. Es kann Menschen auch helfen, ihre Identität besser zu verstehen, da sie dann Zugang zu den Gedanken und Texten von anderen bi+sexuellen Menschen haben und erfahren, was es für diese bedeutet(e), bi+sexuell zu sein.

Identität diskutieren

Viele der Gespräche und Diskussionen, die in der queeren Community stattfinden, haben bereits zuvor stattgefunden. Insbesondere wenn es um Bi+ Identitäten geht. Zum Beispiel wurde die bifeindliche Idee, dass Bisexualität nicht-binäre Menschen ausschließe, weil sie nur die Anziehung zu Männern und Frauen bedeute, in vielen Büchern, Aufsätzen und Artikeln über Bisexualität aus den 80er und 90er Jahren diskutiert, in Frage gestellt und widerlegt. Ein Bewusstsein für diese Themen kann bi+sexuellen Personen mehr Selbstvertrauen geben, um die Missverständnisse und die Bi+feindlichkeit, denen sie begegnen, in Frage zu stellen und sie dazu ermutigen, von Themen wie der Frage, ob bisexuelle Menschen überhaupt in die queere Community aufgenommen werden sollen, wegzukommen und zu wichtigeren Themen überzugehen. Beispielsweie der Frage: Wie können wir bi+sexuell inklusive Räume schaffen und die Bedürfnisse der Bi+ Community forcieren.

Homosexuelle Geschichte

Oft wird die Arbeit um die queere Geschichte auf die (weiße) „lesbische und schwule“ Geschichte reduziert, obwohl dies die Existenz und Arbeit von Bi+sexuellen und trans Menschen auslöscht. Die Existenz der bi+sexuellen Geschichte zu benennen, ist an sich schon ein radikaler Akt. Es gibt keine klare Trennung zwischen der Geschichte von Lesben oder Schwulen und der Geschichte von bi+sexuellen Menschen, da dies relativ neue westliche Identifikatoren sind, zu denen nicht alle im Laufe der Geschichte Zugang hatten. Wenn wir jedoch speziell über die Geschichte der Bi+ Community sprechen, gewinnen wir einen Raum für bi+sexuelle Sichtbarkeit, Identität und Gemeinschaft zurück.

Quellen: Dieser Post ist eng angelehnt an den Beitrag von @bihistory (www.bihistory.wordpress.com), die ihre Arbeit frei zur Verfügung stellen.

I Went Looking for Bisexual History, and Found Online Connection and Community: https://www.autostraddle.com/i-went-looking-for-bisexual-history-and-found-online-connection-and-community-436491/

The Bisexuality Report https://bisexualresearch.files.wordpress.com/2011/08/the-bisexualityreport.pdf

Invisible Majority https://www.lgbtmap.org/file/invisible-majority.pdf

How Biphobia Impacts Black Bisexual Mens Health http://blackyouthproject.com/how-biphobia-impacts-black-bisexual-mens-health/

George, Sue (1993). Women and Bisexuality

Eisner, Shiri (2013). Bi: Notes for a Bisexual Revolution. Seal Press.